Heute, am 15. Mai 2026, fand eine bewegende Übergabe des Förderbescheids im Bereich der psychologischen Unterstützung für die Ukraine statt. Ministerin Bettina Martin überreichte den Bescheid an Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier, die sich für die Initiative „Nachhaltige Stärkung der mentalen Gesundheit in Tschernihiw, Ukraine“ engagiert. Diese Übergabe geschah im Beisein von Universitätsdirektorin Prof. Dr. Katharina Riedel, was dem Anlass noch mehr Gewicht verlieh.

Das Projekt, das mit insgesamt 69.081 Euro in den Jahren 2026 und 2027 unterstützt wird, ist eine direkte Antwort auf die dramatischen psychosozialen Folgen des aktuellen Konflikts in der Region. Nach dem verheerenden Angriffskrieg Russlands, der unzählige Menschen in der Ukraine in den Abgrund gestürzt hat, sind kriegsbedingte Traumata und Stresssymptome an der Tagesordnung. Das Ziel dieses Vorhabens ist es, die lokalen Fachkräfte durch gezielte Fortbildung zu stärken und somit die mentale Gesundheit nachhaltig zu fördern.

Ein Blick auf die Hintergründe

Bereits seit 2024 engagiert sich das Institut für Klinische Psychologie & Psychotherapie an der Universität Greifswald in Tschernihiw. Die laufenden „Psychotherapie-Online Workshops“ haben bereits bewiesen, wie wichtig diese Unterstützung ist. In diesen Workshops, die in Zusammenarbeit mit zwei Krankenhäusern in Tschernihiw durchgeführt werden, haben bis zu 92 Teilnehmende die Möglichkeit, sich in Themen wie Traumabewältigung und der Behandlung von Depressionen weiterzubilden. Die Workshops sind nicht nur zweisprachig, sondern auch interaktiv gestaltet, was die Teilnehmenden direkt in die Anwendung der erlernten Techniken einbezieht.

„Wir wollen die lokalen Ausbildungsstrukturen stärken“, betont Prof. Dr. Brakemeier. Das Projekt baut auf den bisherigen Erfahrungen auf und plant, im Verlauf der nächsten zwei Jahre 30 IPC-Beraterinnen und Beratern sowie ukrainische IPC-Trainer auszubilden. Darüber hinaus sind weitere Workshops im Bereich der Interpersonellen Psychotherapie geplant. Die Teilnehmer können sich auf eine spannende und lehrreiche Zeit freuen, die sowohl ihre fachlichen Fähigkeiten als auch ihre persönliche Resilienz stärken soll.

Das Engagement in schwierigen Zeiten

Die Unterstützung dieser Initiative ist nicht nur eine Frage der Fachkompetenz, sondern auch ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Die Universitätsklinik und die Kinderklinik in Tschernihiw sind direkt betroffen von den drastischen Veränderungen, die der Krieg mit sich brachte. Psychische Gesundheitsversorgung ist jetzt wichtiger denn je, und die Workshops zielen darauf ab, das psychologische und psychiatrische Personal mit den nötigen Werkzeugen auszustatten, um den Herausforderungen zu begegnen.

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Die Workshops werden nicht nur von den Lehrstühlen für Klinische Psychologie und Psychotherapie geleitet, sondern auch finanziell von Bettina Martin unterstützt. In einer Zeit, in der so viele Menschen leiden, ist es entscheidend, dass wir uns gegenseitig helfen und unterstützen – besonders denjenigen, die sich in der Frontlinie der psychologischen Hilfe befinden.

Ein Lichtblick für die Zukunft

Inmitten der Dunkelheit und der Verzweiflung, die der Krieg mit sich bringt, gibt es auch Hoffnung. Die Initiative zeigt, wie wichtig es ist, die zwischenmenschlichen Bindungen zu stärken und den Menschen in Tschernihiw die Möglichkeit zu geben, ihre Traumata zu verarbeiten. Auch die psychologischen Hilfsangebote für geflüchtete Menschen sind von großer Bedeutung. Informationen sind in ukrainischer Sprache verfügbar, und es gibt Erklärvideos, die sich mit Ängsten und Belastungen von geflüchteten Kindern beschäftigen. Diese Ressourcen können für viele Menschen, die mit den Folgen der Flucht umgehen müssen, von unschätzbarem Wert sein.

So bleibt zu hoffen, dass der Weg zur Heilung nicht nur für die betroffenen Einzelnen, sondern für die gesamte Region geebnet wird. Es ist ein langer Weg, aber mit Engagement, Mitgefühl und der richtigen Unterstützung kann er erfolgreich beschritten werden.