Heute ist der 22.06.2026, und während wir im Garten die warmen Sonnenstrahlen genießen, haben wir vielleicht auch das ein oder andere Problemchen. Ameisen sind da oft die ersten, die uns ins Auge fallen. Besonders die Gelbe Wiesenameise (Lasius flavus) hat sich bei vielen Gartenliebhabern einen Namen gemacht – und zwar nicht nur im positiven Sinne. Die kleinen Tierchen können den Rasen mit ihren Erdhügeln regelrecht übersäen, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch den Boden unter ihren Füßen aufwühlt. Wenn sich kleine Hügelchen zeigen, ist das ein Zeichen für einen beginnenden Befall, der ohne Eingreifen schnell zum Problem werden kann.

Aber keine Panik! Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hat einige praktische Tipps parat, wie ihr die kleinen Krabbler einfangen und umgesiedeln könnt. Ein bewährtes Hausmittel ist, Gläser mit Marmelade oder Zuckersirup aufzustellen. Die Ameisen werden von dem süßen Duft angelockt und klettern fröhlich in die Gläser. Danach könnt ihr die kleinen Freunde an einem anderen Ort, wie etwa auf dem Kompost, entleeren. Übrigens, es ist ratsam, den Kompost vorher schön zu wässern, damit die Ameisen nicht gleich wieder zurückkommen. Wenn es etwas unkonventioneller sein soll, könnt ihr auch einen umgedrehten Blumentopf ohne Loch auf das Erdhügelchen stellen und dann mit einem Spaten das Nest versetzen. Das klingt fast nach einem kleinen Abenteuer, oder?

Natürliche Abwehrmittel für den Garten

Um Ameisen wirklich aus dem Garten zu vertreiben, könnt ihr Wermut-Jauche verwenden. Ja, genau, diese Jauche ist nicht nur ein bisschen schräg, sondern auch ziemlich effektiv! Ihr benötigt dafür 300 Gramm frisches oder 30 Gramm getrocknetes Wermutkraut, 10 Liter Wasser und einen großen Topf mit Deckel. Einfach Wasser in den Topf gießen, Wermutkraut hinzufügen und alles gut umrühren. Dann den Topf abdecken und täglich umrühren. Nach zwei Wochen ist die Jauche bereit, um sie über die Ameisennester zu gießen – und siehe da: Die kleinen Tierchen suchen das Weite.

Es ist faszinierend, wie Ameisen sich verbreiten können. Sie tauchen oft im Frühsommer auf und haben kein Problem damit, auch mal einen Balkon zu erklimmen. Dabei sind sie nicht wirklich als Schädlinge zu betrachten, da sie weder Holz zerstören noch Krankheiten übertragen. Allerdings können sie durch ihre Grabungen Wurzeln freilegen oder Samen verschleppen, was den Pflanzen schaden könnte. Um dem entgegenzuwirken, hilft regelmäßiges Gießen und das Bearbeiten der Erde, indem ihr zum Beispiel hackt oder den Rasen mulcht. Und wenn ihr es elegant möchtet: Split unter Gehwegplatten kann verhindern, dass sie darunter Gänge anlegen.

Nützlinge als natürliche Helfer

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass Ameisen auch eine ganz eigene Rolle im Ökosystem spielen. Sie tragen zur Bodenbelüftung und -mischung bei und fördern auf diese Weise fruchtbare Erde. Dazu kommen die kleinen Helferlein, die unerwünschte Schädlinge wie Blattläuse fressen. Nützlinge wie Marienkäferlarven sind dabei echte Geheimwaffen. Um diese Freunde im Garten zu fördern, könnt ihr einige Maßnahmen ergreifen: Stauden und abgeblühte Zierpflanzen erst im Frühjahr zurückschneiden, Versteckmöglichkeiten für die Nützlinge schaffen und Naturwiesen anlegen – das klingt gleich viel netter, oder?

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Ein bisschen Ordnung auf Balkon und Terrasse kann auch nicht schaden, denn Ameisen sind ziemlich scharf auf Essensreste. Daher solltet ihr darauf achten, dass alles sauber bleibt. Mit starken Düften, wie Zimt, Nelken oder Teebaumöl könnt ihr die Ameisen ebenfalls vertreiben. Ein einfaches Tuch, das mit Essig getränkt ist, kann auch helfen, Ameisenstraßen zu unterbrechen. Es gibt also viele Möglichkeiten, die kleinen Krabbler in den Griff zu bekommen, ohne gleich zu chemischen Mitteln zu greifen.