Wenn die Erdbeeren reif sind, dann ist das für viele von uns ein Fest der Sinne. Die süßen Früchtchen, die uns gleich mit dem ersten Biss in einen Sommertraum entführen. Doch aufgepasst: Die Lust auf Erdbeeren kann schnell von einem mulmigen Gefühl im Bauch getrübt werden. Warum? Nun, Erdbeeren sind nicht nur köstlich, sie können auch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten. Und das ist kein Spaß! Studien von ÖKOTEST und BUND haben gezeigt, dass viele Erdbeeren – ob aus Deutschland oder Südeuropa – mit Fungiziden und Pestiziden belastet sind. Ein Grund mehr, sich Gedanken über das Waschen dieser kleinen Leckerbissen zu machen.

Wasser allein reicht oft nicht aus, um die unliebsamen Rückstände loszuwerden. Hier kommt ein altbewährtes Hausmittel ins Spiel: Natron! Diese basische Verbindung kann helfen, Fette und wasserabweisende Schmutzpartikel zu lösen. Eine Studie aus dem Jahr 2017 hat sogar gezeigt, dass eine Natron-Wasser-Lösung effektiver Pestizide von Äpfeln entfernt als Wasser oder Chlorbleiche. Das klingt vielversprechend, oder? Um das Beste aus deinen Erdbeeren herauszuholen, hier eine einfache Anleitung:

Erdbeeren richtig waschen – Schritt für Schritt

  1. Eine große Schüssel mit etwa 2 Litern kaltem Wasser füllen.
  2. Einen Teelöffel Natron hinzufügen und gut auflösen.
  3. Erdbeeren vorsichtig einlegen und 15 Minuten einweichen lassen.
  4. Die Erdbeeren sanft in der Lösung bewegen.
  5. Unter fließendem kaltem Wasser abspülen.
  6. Auf einem sauberen Küchentuch zum Trocknen auslegen und überschüssiges Wasser abtupfen.

Übrigens, es ist nicht nur wichtig, wie du deine Erdbeeren wäschst, sondern auch, woher sie kommen. Deutschland importiert fast 60 % seiner Erdbeeren, und die Preise schwanken gewaltig – von 5 bis 25 Euro pro Kilogramm. Die günstigsten Erdbeeren, meist aus Spanien, sind schnell vergriffen, während heimische Bio-Erdbeeren oft vier- bis fünfmal teurer sind. Und das aus gutem Grund: Biologisch angebaute Erdbeeren sind seltener mit schädlichen Pflanzenschutzmitteln belastet. Wenn du also die Wahl hast, greif zu Bio! Selbst angebautes Obst hat nicht nur ein starkes Aroma, sondern du weißt auch, was drin ist.

Die Erdbeersaison – Ein kurzer Blick auf die besten Sorten

Die Erdbeersaison beginnt je nach Region und Wetter zwischen Ende April und Anfang Mai, wobei der Juni und Juli die Hauptsaison sind. Besonders empfehlenswerte Sorten sind „Polka“, „Thuriga“, „Symphony“ und „Königin Louise“. Wenn du Walderdbeeren magst, dann sind Alexandria, Alpine Yellow und die charmante Mignonette eine gute Wahl. Und für die, die es gerne etwas dekorativer haben, eignen sich Hängeerdbeeren wie Diamant und Elan – die sehen nicht nur hübsch aus, sondern schmecken auch hervorragend!

Pestizide – Ein ständiges Thema

Die Diskussion um Pestizide ist ein heißes Thema. Während die Verbraucher in Deutschland nur sehr geringe Mengen an Rückständen aufnehmen, gibt es dennoch berechtigte Sorgen. Fachleute streiten über die Gefahren von mit Pflanzenschutzmitteln belasteten Lebensmitteln. Einige dieser Chemikalien stehen im Verdacht, das Hormonsystem zu stören oder sogar Nerven zu schädigen. Ein direkter Kontakt kann akute Gefahren darstellen, und besonders gefährlich ist der ungeschützte Umgang mit diesen Substanzen. Wir sollten also weiterhin wachsam sein und uns über die Herkunft unserer Lebensmittel informieren.

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In Entwicklungsländern wird oft flächendeckend mit Pestiziden gearbeitet, was nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet. Organisationen wie PAN Germany setzen sich für umweltschonende und sozial gerechte Alternativen ein. Und das ist gut so! Immerhin wollen wir nicht nur die köstlichen Erdbeeren genießen, sondern auch ein gutes Gewissen dabei haben.