Toastbrot ist unbestritten der heimliche Star auf unseren Frühstückstischen und belegten Broten – mit einem Marktanteil von rund 28% im Jahr 2024 ist es das beliebteste Brot in Deutschland. Doch wie gesund ist unser geliebtes Toastbrot wirklich? Um dieser Frage nachzugehen, haben Experten von Stiftung Warentest 24 verschiedene Sorten getestet, darunter die Produkte von Aldi, Lidl, Edeka und Rewe. Die Preisspanne reicht von 17 Cent bis zu einem Euro pro 100 Gramm, was zeigt, dass Toastbrot für jeden Geldbeutel erhältlich ist.

Besonders hervorzuheben ist das „Gut & Günstig Vollkorn Toast“ von Edeka, das mit der besten Note (2,1) abgeschnitten hat. Auf den Plätzen folgen Aldi mit dem „Goldähren Vollkorn Toast“ (2,2) und Harrys „Sammy‘s Super Sandwich“. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass Vollkorntoastprodukte in den Tests besser abschneiden als die klassischen Weißtoastvarianten. Der Grund? Der höhere Ballaststoffgehalt! Während Weißtoast aus stark verarbeitetem Weizenmehl hergestellt wird und damit wertvolle Nährstoffe verliert, sind Vollkorntoast und andere Vollkornprodukte echte Nährstoffbomben.

Die Vorteile von Vollkorntoast

Vollkorntoast wird aus Vollkornmehl hergestellt, das alle Teile des Getreides enthält – vom Mehlkörper bis hin zu Keimling und Schale. Diese vollständige Verarbeitung sorgt für einen höheren Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) enthält Vollkorntoast etwa 7,5 g Ballaststoffe pro 100 g, während Buttertoast lediglich 3,1 g aufweist. Ein klarer Vorteil für alle, die auf ihre Gesundheit achten!

Ballaststoffe fördern nicht nur die Verdauung, sie sorgen auch für ein längeres Sättigungsgefühl, was dazu beitragen kann, Heißhungerattacken zu vermeiden – ein echter Gewinn für die Gewichtsregulation. Studien haben gezeigt, dass eine ballaststoffreiche Ernährung das Risiko für Typ-2-Diabetes und Herzerkrankungen senken kann. Prof. Dr. Matthias Riedl warnt zudem vor entzündungsfördernden Lebensmitteln wie hellen Backwaren und rotem Fleisch, die häufig unterschätzt werden. Kleine Änderungen in der Ernährung, wie der Wechsel zu Vollkorntoast, können bereits positive Effekte haben.

Auf die Qualität kommt es an

Beim Kauf von Vollkorntoast sollte man jedoch auf die Bezeichnung „Vollkorn“ achten, die gesetzlich geschützt ist. Das bedeutet, dass in diesen Produkten tatsächlich 100% Vollkornmehl enthalten sein muss. Dunkler Toast kann auch durch Melasse gefärbt werden, ohne dass er Vollkornmehl enthält, was die Kaufentscheidung zusätzlich erschwert. Um die Ballaststoffaufnahme zu erhöhen, empfiehlt die DGE zudem, schrittweise auf Vollkornprodukte umzusteigen, damit die Verdauung nicht überlastet wird.

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Regelmäßiger Verzehr von Vollkorntoast ist also in Ordnung, solange man darauf achtet, dass er nicht zu dunkel getoastet wird. Zu starkes Rösten kann zur Bildung von Acrylamid führen, einer Substanz, die als krebserregend gilt. Der Schlüssel liegt also in der Balance: Vollkorntoast kann eine gesunde Ergänzung der Ernährung sein, solange wir auf die Qualität und Zubereitung achten.

Insgesamt ist es ratsam, mindestens ein Drittel der konsumierten Getreideprodukte in Form von Vollkorn zu wählen, um die Gesundheit zu fördern und Krankheiten vorzubeugen. Die Integration von Vollkorntoast in die tägliche Ernährung könnte somit nicht nur den Frühstückstisch bereichern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Lebensstil leisten.