Heute ist der 12.06.2026 und wir tauchen ein in die spannende Welt der hochverarbeiteten Lebensmittel. Wer kennt sie nicht? Fertiggerichte, Süßigkeiten oder die allseits beliebten Softdrinks. Sie haben mittlerweile einen festen Platz in unseren Kühlschränken und Schränken eingenommen. Schätzungen zufolge machen sie in Deutschland etwa die Hälfte der aufgenommenen Kalorien aus. Das ist schon eine beeindruckende Zahl, die uns zum Nachdenken anregen sollte.

Doch was genau sind hochverarbeitete Lebensmittel eigentlich? Es gibt keine einheitliche Definition, aber die NOVA-Klassifizierung ist ein hilfreiches System, um sie einzuordnen. Hierbei werden Lebensmittel in vier Klassen eingeteilt. Klasse 1 sind unverarbeitete oder minimal verarbeitete Lebensmittel wie frisches Obst und Gemüse. Klasse 2 umfasst verarbeitete Zutaten wie Öl oder Zucker. In Klasse 3 finden wir verarbeitete Lebensmittel wie frisch gebackenes Brot oder Käse. Und schließlich gibt es Klasse 4, die hochverarbeiteten Lebensmittel, zu denen auch Fertiggerichte und Snacks zählen.

Hinter den Kulissen der Verarbeitung

Die NOVA-Klassifizierung wurde 2009 von dem brasilianischen Ernährungswissenschaftler Carlos Augusto Monteiro ins Leben gerufen. Interessanterweise wird der Begriff „Hochverarbeitete Lebensmittel“ nicht nur von ihm, sondern auch von anderen Experten in wissenschaftlichen Publikationen weiterentwickelt. Diese Lebensmittel sind industriell hergestellt, bestehen oft aus mehreren Zutaten und enthalten zahlreiche Zusatzstoffe, die uns manchmal mehr schaden als nützen.

Ein hoher Verzehr dieser hochverarbeiteten Produkte ist mit einem erhöhten Risiko für chronische Krankheiten verbunden, wie beispielsweise Übergewicht, Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes. Das klingt alarmierend, oder? Beobachtungsstudien zeigen zwar Zusammenhänge, können aber keine direkten Ursachen belegen. Dennoch gibt es kleine Interventionsstudien, die belegen, dass Menschen, die sich hauptsächlich von UPF ernähren, tendenziell mehr Kalorien aufnehmen und im Gewicht zunehmen. Das lässt uns vielleicht einmal innehalten.

Ein Blick auf die Zutatenliste

Jetzt stellt sich die Frage: Wie können wir uns im Dschungel der Lebensmittel besser orientieren? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat einige Empfehlungen parat. Am besten ist es, überwiegend pflanzlich zu essen und frisch zu kochen. Achten wir beim Einkauf auf kurze und verständliche Zutatenlisten. Produkte mit vielen Zusatzstoffen sollten wir meiden – sie sind oft der Grund, warum wir uns nach dem Essen schlapp und müde fühlen. Stattdessen sollten wir frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse in unseren Einkaufswagen packen.

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Hochverarbeitete Lebensmittel sind nicht per se ungesund. Einige Produkte, wie Vollkornbrot oder Tiefkühlgemüse, fallen ebenfalls unter die Kategorie der UPF, gelten jedoch als gesund. Das zeigt, dass es nicht nur auf die Verarbeitung ankommt, sondern auch auf die Art der Zutaten, die wir konsumieren. Es ist also wichtig, ein feines Gespür für unsere Ernährung zu entwickeln.

Ein Fazit für den Alltag

Die Welt der hochverarbeiteten Lebensmittel ist komplex und es gibt viele Facetten zu entdecken. Wir sollten uns bewusst sein, welche Produkte wir wählen und wie sie unseren Körper beeinflussen können. Die NOVA-Klassifizierung bietet einen hilfreichen Rahmen, um die Verarbeitung von Lebensmitteln besser zu verstehen. Letztlich liegt es an uns, wie wir unsere Ernährung gestalten und welche Prioritäten wir setzen. Lassen wir uns inspirieren, frische und nährstoffreiche Lebensmittel in unseren Alltag zu integrieren!