Heute ist der 12.06.2026 und wir stehen an einem spannenden Punkt, wenn es um das Thema Gesundheitsförderung im Alter geht. Die eigene Ernährung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Zuckergesüßte Getränke sind ein echtes Ärgernis – sie schummeln sich in die Ernährung vieler älterer Menschen und tragen zur ungesunden Lebensweise bei. Karin Amrein, Fachärztin für Innere Medizin und Endokrinologin in Graz, setzt sich intensiv mit diesen Themen auseinander. Sie leitet die Vitamin D Interventionsstudie VITDALIZE, die sich mit Hochdosis-Vitamin D bei kritisch Kranken beschäftigt. Und sie wird in der Sendung SWR1 Leute am 17. Juni 2026 wertvolle Tipps zur Ernährung, Bewegung und Blutwerten für gesundes Altern geben.

Eiweiß ist für ältere Menschen von enormer Wichtigkeit – und das Beste daran ist, es muss nicht immer aus tierischen Quellen stammen. Die pflanzlichen Alternativen sind nicht nur gesund, sondern auch nachhaltig. Ein Grund mehr, um mehr Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte in unsere Ernährung zu integrieren!

Die Kunst der Nährstoffdichte

Ältere Menschen benötigen zwar weniger Kalorien, doch die Ansprüche an die Nährstoffe bleiben unvermindert hoch. Das heißt, unsere Ernährung muss nährstoffreich sein, um unseren Körper optimal zu versorgen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, viel Gemüse, Obst und ballaststoffreiche Kost auf den Tisch zu bringen. Ballaststoffe sind nicht nur wichtig für die Verdauung und helfen Verstopfungen zu vermeiden, sondern fördern auch das allgemeine Wohlbefinden. Wer hätte gedacht, dass ein einfaches Stück Obst so viel Gutes bewirken kann?

Die DGE hat klare Empfehlungen ausgesprochen. Eine ausgewogene Ernährung sorgt für die notwendige Nährstoffversorgung und damit auch für eine bessere Lebensqualität im Alter. Dabei ist es wichtig, dass die Ernährung an individuelle Besonderheiten angepasst wird. Unverträglichkeiten oder Kau- und Schluckstörungen müssen unbedingt beachtet werden. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele ältere Menschen die Empfehlungen zur gesunden Ernährung nicht ausreichend befolgen – und das, obwohl es so einfach sein könnte.

Eiweiß und Mikronährstoffe im Fokus

Die Proteinzufuhr für ältere Menschen sollte zwischen 1,0 und 1,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht liegen. Für Frauen bedeutet das etwa 57 Gramm und für Männer 67 Gramm pro Tag. Bei Sarkopenie, einer Alterserscheinung, bei der die Muskelmasse abnimmt, kann es sogar notwendig sein, die Zufuhr auf 1,2 bis 1,5 Gramm zu erhöhen. Hochwertige Proteinquellen wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte, aber auch Hülsenfrüchte sind hier besonders wertvoll. Und wer viel Gemüse und Obst isst, unterstützt nicht nur seine Muskelfunktion, sondern auch sein allgemeines Wohlbefinden.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Ein weiteres Augenmerk sollte auf Vitamin D gelegt werden. Es spielt eine zentrale Rolle für den Calcium- und Phosphatstoffwechsel sowie für die Knochengesundheit. Wer nicht ausreichend Sonnenlicht tankt, sollte über eine Supplementierung nachdenken. Die Empfehlung liegt bei 20 μg pro Tag. Auch die Calciumzufuhr von 1.000 mg täglich ist für ältere Menschen wichtig.

Doch damit nicht genug! Vitamin B12 ist ein weiterer kritischer Nährstoff, der für die DNA-Synthese und Zellteilung unerlässlich ist. Ein Mangel kann zu Anämie und sogar neurologischen Störungen führen. Besonders bei älteren Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen oder sich vegan ernähren, ist die regelmäßige Überprüfung des Vitamin-B12-Status ratsam.

Zusammengefasst ist es entscheidend, die eigene Ernährung im Alter bewusst zu gestalten. Mit einer nährstoffdichten Kost und dem richtigen Maß an Bewegung können wir nicht nur unsere Gesundheit fördern, sondern auch das Leben in vollen Zügen genießen. Denn schließlich ist es das, was zählt: gesund alt werden und die kleinen Dinge des Lebens feiern!