Wenn man über Schönheitsideale und die neuesten Trends in der Brustchirurgie spricht, kommt man um das Thema der Eigenfettvergrößerung einfach nicht herum. Dr. Juliane Bodo, eine erfahrene Fachärztin für plastische und ästhetische Chirurgie, hat da eine spannende Entwicklung beobachtet. Immer mehr Frauen stehen auf natürliche Proportionen und wollen weniger mit Silikon, sondern mehr mit ihrem eigenen Körper arbeiten. Man könnte fast sagen, der Trend geht weg von den „wow“-Effekten hin zu einer harmonischen, individuellen Schönheit.

In Deutschland belegen wir sogar Platz vier weltweit, wenn es um brustchirurgische Eingriffe geht – das ist doch ganz schön beeindruckend! Die Zahlen zeigen, dass besonders Frauen unter 30 Jahren fast die Hälfte aller ästhetischen Operationen ausmachen. Spannend ist, dass die Bruststraffung mittlerweile die Brustvergrößerung mit Implantaten überholt hat. Das zeigt, wie sehr sich das Schönheitsideal verändert hat. Der Wunsch nach einem natürlichen Look ist einfach stark.

Eigenfett: Die neue Lieblingsalternative

Der Prozess der Brustvergrößerung mit Eigenfett, auch bekannt als Lipofilling, funktioniert in drei einfachen Schritten. Zuerst wird Fett von den „Spenderstellen“ – oftmals Bauch oder Oberschenkel – über kleine Hautschnitte entnommen. Danach wird das Fettgewebe sorgfältig aufbereitet, bevor es dann in die Brust injiziert wird. Diese Methode hat viele Vorteile: kein Fremdmaterial, keine großen Schnitte und auch keine regelmäßigen Implantataustausche.

Die Patientinnen sind in der Regel zwischen 20 und 80 Jahren alt und suchen oft nach Lösungen nach Schwangerschaft oder Gewichtsverlust. Aber auch Asymmetrien können so wunderbar korrigiert werden. Natürlich muss man realistisch bleiben: Eine Vergrößerung von maximal einer halben Körbchengröße pro Sitzung ist realistisch und es kann sein, dass mehrere Sitzungen nötig sind. Obwohl das Ergebnis nach etwa drei Monaten sichtbar wird, können 30-50% des transferierten Volumens wieder abgebaut werden. Das ist ein kleiner Dämpfer, wenn man sich eine deutliche Veränderung wünscht.

Implantate vs. Eigenfett: Was darf’s sein?

Die Entscheidung zwischen Implantaten und Eigenfett ist nicht immer leicht. Während Implantate eine deutlichere Vergrößerung in einer Sitzung ermöglichen und die Form genau kontrollierbar ist, bietet Eigenfett einen viel natürlicheren Look. Wichtig zu wissen ist, dass moderne Implantate nicht automatisch ausgetauscht werden müssen, es sei denn, sie sind beschädigt. Das gibt vielen Frauen ein gutes Gefühl, denn wer mag schon den Gedanken an eine weitere OP? Außerdem verhält sich Eigenfett wie körpereigenes Gewebe, was für viele ein großer Pluspunkt ist.

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Allerdings gibt es auch Risiken und Komplikationen. Bei Eigenfett können Ölzysten oder sogar Unregelmäßigkeiten auftreten, während bei Implantaten die gefürchtete Kapselfibrose nicht ausgeschlossen ist. Die Erholungszeit ist bei Eigenfett oft kürzer, da die kleinen Einstiche rasch heilen, während größere Narben bei Implantaten häufig in der Unterbrustfalte bleiben.

Was viele nicht wissen: Vor dem Eingriff sind Beratungsgespräche und eine Untersuchung der Fettdepots unerlässlich. So kann der Arzt die besten Ergebnisse erzielen. Und ganz wichtig: Eine Pause von blutverdünnenden Medikamenten und der Verzicht auf Rauchen können den Heilungsprozess enorm fördern.

Die Preise für diese Eingriffe variieren stark – zwischen 4.000 und 8.000 Euro pro Sitzung muss man rechnen. Das sind Kosten, die keine Krankenkasse übernimmt. Aber wenn man bedenkt, wie sehr solche Eingriffe das Selbstbewusstsein und das Körpergefühl einer Frau beeinflussen können, sind sie für viele die Investition in die eigene Schönheit wert. Und das ist schließlich unbezahlbar.

Die Welt der ästhetischen Chirurgie ist voller Möglichkeiten. Eigenfett oder Implantate? Die Entscheidung ist ganz individuell. Aber eines steht fest: Das Streben nach einem natürlichen und harmonischen Erscheinungsbild ist aktueller denn je.