Im Tiergarten Schönbrunn, einem der ältesten Zoos der Welt, gab es im Juni ein freudiges Ereignis: Vier Straußenküken haben das Licht der Welt erblickt! Diese kleinen Federviecher sind Nordafrikanische Rothalsstrauße, und das Besondere daran? Es ist das erste Mal in der über 270-jährigen Geschichte des Zoos, dass diese Art auf natürliche Weise von ihren Elterntieren ausgebrütet und aufgezogen wird. Ein wahrer Grund zum Feiern!

Der Zoodirektor Stephan Hering-Hagenbeck kann mit Stolz verkünden, dass keine künstliche Inkubation nötig war. Das Nest, in dem die Küken schlüpften, bestand aus einer flachen, sandigen Mulde, die der Hahn selbst gescharrt hat. Wie in der Natur vorgesehen, haben Hahn und Henne sich in einem beeindruckenden Teamwork über einen Zeitraum von 45 Tagen beim Brüten abgewechselt. Das ist schon fast wie ein Tanz, in dem jeder seinen Part kennt!

Ein wichtiger Meilenstein

Die Aufzucht der Küken erfolgt ebenfalls in gemeinsamer Verantwortung der Eltern. Der Hahn übernimmt dabei einen großen Teil der Schutzaufgaben. Wenn man bedenkt, dass die Küken in den ersten Wochen bis zu drei Zentimeter pro Tag wachsen können und bereits rund acht Kilogramm wiegen, ist das eine ganz schöne Herausforderung für die beiden! Übrigens, ausgewachsene Männchen können bis zu 150 Kilogramm auf die Waage bringen – da könnte man sich glatt fragen, ob das noch ein Vogel oder schon ein Dinosaurier ist!

Der Nordafrikanische Rothalsstrauß gilt als der größte lebende Vogel der Welt und ist in freier Wildbahn stark gefährdet. Schätzungen zufolge gibt es nur noch etwa 1.000 Tiere dieser Art, die größtenteils im Tschad in Zentralafrika leben. Die Küken, die nun in Schönbrunn aufwachsen, tragen somit auch zur Erhaltung dieser bedrohten Vogelart bei, was nicht nur für den Zoo, sondern für die gesamte europäische Zuchtgemeinschaft ein echter Gewinn ist!

Ein eindrucksvolles Naturphänomen

Es ist faszinierend, wie diese majestätischen Vögel nicht nur in der Lage sind, Geschwindigkeiten von mehr als 70 Kilometern pro Stunde zu erreichen, sondern auch, dass ihre Eier die größten unter den Vögeln sind – im Verhältnis zur Körpergröße der Weibchen allerdings die kleinsten. Das ist schon ein bisschen komisch, oder? Man fragt sich, wie das alles zusammenpasst. Aber genau das macht die Natur so spannend und unberechenbar.

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Wir können also gespannt sein, wie sich die kleinen Straußenküken entwickeln und welche Abenteuer sie in den nächsten Monaten erleben werden. Das Tiergarten Schönbrunn bleibt auf jeden Fall ein Ort voller Überraschungen und magischer Momente, die uns die Wunder der Natur näherbringen!