Heute ist der 5.06.2026 und es gibt spannende Entwicklungen im deutschen Gesundheitswesen, die besonders für die älteren Mitbürger von Bedeutung sind. Die ABDA, die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, plant, Apotheken als zentrale Anlaufstelle im Gesundheitssystem auszubauen. Das klingt nach einem gewaltigen Schritt! Ziel ist es, den Apothekenbereich über die bloße Abgabe von Medikamenten hinaus zu erweitern. Da kommt Freude auf, oder? Denn die Realität zeigt, dass 56% der Deutschen eine geringe Gesundheitskompetenz besitzen, besonders ältere Menschen sind hiervon betroffen. Hier wird eine wichtige Lücke geschlossen.
Ein Blick auf die Zahlen macht das Ausmaß deutlich: 55% der über 70-Jährigen nehmen dauerhaft drei oder mehr Medikamente ein. Und das ist noch nicht alles – 54% der Bevölkerung leidet an chronischen Erkrankungen. Die steigende Zahl an chronischen Erkrankungen stellt das Gesundheitssystem vor Herausforderungen. Es ist also mehr als nur ein kleiner Schritt, den die ABDA plant. Mit den neuen pharmazeutischen Dienstleistungen, die 2025 bereits fast eine Million Mal abgerechnet wurden, wird die Apothekenlandschaft auf ein ganz neues Level gehoben.
Apotheken als erste Anlaufstelle
Wie sieht das konkret aus? Die Apotheken sollen ab 2027 zusätzliche Aufgaben übernehmen und dabei mit einer Vielzahl von neuen Dienstleistungen glänzen. Dazu gehören unter anderem Beratungen zu Risikofaktoren mit Messungen, Präventionsberatungen zu tabakassoziierten Erkrankungen und sogar das Management von Lieferengpässen. Wenn man bedenkt, dass über 75% der Bürger:innen über 70 Jahre mehr als drei Arzneimittel einnehmen, wird klar, dass hier ein echter Bedarf besteht. Die enge Zusammenarbeit zwischen Apotheker:innen und Ärzt:innen soll gefördert werden, um den Patienten bestmöglich zu helfen. Man könnte sagen, die Apotheke wird zum Gesundheitskompass!
Ein weiteres spannendes Element sind die geplanten digitalen Angebote. Diese sollen nicht nur die Ersteinschätzung erleichtern, sondern auch assistierte Telemedizin bieten. Schließlich, und das ist nicht zu vernachlässigen, haben viele Menschen, besonders in ländlichen Gebieten, Schwierigkeiten, einen Arzttermin zu bekommen. Hier könnten die Apotheken als flächendeckende, wohnortnahe Gesundheitsdienstleister glänzen. Sie sind rund um die Uhr ohne Termin erreichbar und bieten so eine wertvolle Unterstützung.
Widerstand und Herausforderungen
Doch nicht alles läuft glatt. Es gibt Widerstand von Seiten der Ärzteschaft, insbesondere vom Hausärzteverband. Kritiker warnen vor möglichen Mehrkosten durch die geplante Honorarerhöhung, die auf rund 875 Millionen Euro jährlich geschätzt wird. Die Diskussion um die Balance zwischen der Entlastung der Hausärzte und der Wahrung ärztlicher Vorbehaltsaufgaben wird weitergehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Debatte entwickeln wird und ob die Apotheken tatsächlich als erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem etabliert werden können.
Die Apothekenverbände zeigen sich jedoch bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Es wird spannend sein zu sehen, wie die geplanten Maßnahmen in der Praxis umgesetzt werden. Die ABDA hat mit ihrem Strategiepapier vom April 2026 einen klaren Kurs gesetzt – eine Diskussion über die zukünftige Rolle der Apotheke in der Primärversorgung ist bereits im Gange. Die Zeit wird zeigen, ob diese Vision Realität wird und ob die Apotheke tatsächlich zum Herzstück unserer Gesundheitsversorgung wird.