Heute ist der 18.07.2026 und wir möchten uns einem Thema widmen, das für viele von uns von großer Bedeutung ist – die Prä-Expositions-Prophylaxe, besser bekannt als PrEP. Ein Schutzschild gegen HIV, das für viele Menschen eine echte Lebensveränderung darstellen kann! PrEP schützt vor HIV-Infektionen durch Medikamente und wird vorbeugend eingenommen. Das ist wichtig, denn HIV überträgt sich in der Regel durch Körperflüssigkeiten, vor allem beim Geschlechtsverkehr. Das bedeutet, dass ein bewusster Umgang mit der eigenen Gesundheit entscheidend ist.

In Deutschland setzt sich PrEP meist aus den Wirkstoffen Tenofovir und Emtricitabin (TDF/FTC) zusammen. Bei richtiger Einnahme bietet sie einen hohen Schutz gegen HIV, vergleichbar mit der Verwendung von Kondomen. Aber Vorsicht, PrEP schützt nicht vor anderen Geschlechtskrankheiten oder ungewollten Schwangerschaften! Das Robert-Koch-Institut empfiehlt daher, zusätzlich zur PrEP auch Kondome zu verwenden. Wer ist nun die Zielgruppe für PrEP? Das sind insbesondere Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), sowie trans-Personen, die in den letzten 3-6 Monaten ungeschützten Analverkehr hatten. Auch MSM und trans-Personen mit sexuell übertragbaren Infektionen (STI) oder Partner von HIV-positiven Personen ohne wirksame Therapie sollten sich mit PrEP auseinandersetzen.

Die verschiedenen Einnahmeformen

Die Einnahme von PrEP kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Entweder kontinuierlich – also täglich eine Tablette – oder anlassbezogen, nach einem bestimmten Schema vor und nach Sexualkontakt, das sogenannte 2-1-1-Schema. Allerdings ist in Deutschland nur die tägliche Einnahme zugelassen; die anlassbezogene Einnahme gilt als „off-label“. Das bedeutet, dass sie außerhalb der offiziellen Zulassung genutzt wird und man hier eventuell etwas vorsichtiger sein sollte.

Bevor es jedoch losgeht, ist eine ärztliche Verschreibung notwendig. Diese kann nur von qualifizierten Ärzten erfolgen, und die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland übernehmen seit dem 1. September 2019 die Kosten für PrEP bei erhöhtem Risiko. Vor der Verschreibung sind Beratungen und Tests auf HIV, Hepatitis B sowie andere STI erforderlich. Üblicherweise wird das Rezept für drei Monate ausgestellt, und regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind notwendig. Das klingt vielleicht nach einem bürokratischen Aufwand, aber es ist wichtig, um die eigene Gesundheit im Blick zu behalten.

Potenzielle Nebenwirkungen

Wie bei vielen Medikamenten können auch bei PrEP Nebenwirkungen auftreten, besonders zu Beginn der Einnahme. Dazu gehören unter anderem eine mögliche Beeinträchtigung der Nierenfunktion und eine leichte Senkung der Knochendichte. Menschen mit bestehenden Nierenerkrankungen oder einem hohen Risiko für Osteoporose sollten unbedingt Rücksprache mit ihrem Arzt halten, bevor sie mit der Behandlung beginnen. Es ist also wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und im Zweifelsfall lieber einmal mehr nachzufragen.

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Abschließend bleibt zu sagen, dass PrEP ein wichtiger Baustein im Kampf gegen HIV ist, aber nicht der einzige. Es ist eine Möglichkeit, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen und sich gleichzeitig um die Gesundheit der Partner zu kümmern. In einer Zeit, in der Aufklärung und Prävention so wichtig sind, ist es entscheidend, informiert zu sein und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das Leben ist zu kostbar, um mit seiner Gesundheit zu leichtfertig umzugehen!