Löhne im Aufwind: Sachsen-Anhalt setzt neue Maßstäbe in der Ernährungswirtschaft
Heute ist der 17.07.2026. Und ich sag’s euch, in Sachsen-Anhalt gibt’s gerade frischen Wind in der Ernährungswirtschaft! Rund 1.700 Beschäftigte in den Lebensmittelwerken der Schwarz-Gruppe dürfen sich über Lohnerhöhungen freuen. Ein neuer Entgelttarifvertrag wurde zwischen der Schwarz-Gruppe und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ausgehandelt, und das ist ein echter Grund zur Freude! Endlich wird die Kluft zu den Löhnen in Westdeutschland ein Stück kleiner. Diese gute Nachricht betrifft nicht nur die Großbäckerei Bonback in Halle, sondern auch die Getränkewerke MEG in Jessen, Leißling, Roßbach und Weißenfels sowie das Nudelwerk Bon Pasta in Erfurt.
Die Löhne steigen in zwei Schritten um insgesamt 5,75 Prozent in diesem Jahr. Und als ob das nicht schon genug wäre, gibt’s obendrauf noch eine Erholungsbeihilfe von 156 Euro netto. So kann man sich nach der Arbeit schön entspannen! Ab 2027 sollen die Tarifsteigerungen eines vergleichbaren Tarifvertrags aus Niedersachsen übernommen werden, jährlich um zwei Prozent erhöht. Die vollständige Angleichung an das westdeutsche Tarifniveau ist bis zum 1. Juli 2031 geplant. Für die Fachkräfte bedeutet das ein monatliches Lohnplus von rund 1.000 Euro. Wow, das ist mal ein Wort!
Ein überfälliger Schritt
Der NGG-Verhandlungsführer Uwe Ledwig hat den Abschluss als überfällig bezeichnet und fordert, dass auch andere Unternehmen in der Branche nachziehen. Da sprechen wir von einem Tarifkonflikt, der noch nicht ganz gelöst ist. In Sachsen-Anhalt gibt es insgesamt 15 Betriebe mit gut 3.000 Beschäftigten, die ebenfalls von einer Lohnangleichung profitieren könnten. Es gibt bereits weitere Unternehmen, die bereit sind, über die Angleichung der Löhne an das westdeutsche Niveau zu verhandeln. Darunter finden sich Namen wie Ditsch, Rotkäppchen Sekt, Burger Knäcke und Hasa. Das sind allesamt große Player, die das Gehalt für die Beschäftigten auf ein neues Level heben könnten.
Man könnte fast meinen, die Zeit der starren Löhne ist vorbei. Die Beschäftigten hatten zuvor im Tarifstreit gestreikt, und jetzt zeigt sich, dass sich der Einsatz auszahlt. Eine erste Einigung mit dem Arbeitgeber ist laut NGG bereits erzielt worden. Die Gehälter, die sich momentan in Sachsen-Anhalt im Vergleich zu Westdeutschland um etwa ein Drittel niedriger bewegen, sollen nun schrittweise angehoben werden. Das ist ein echter Lichtblick für die Beschäftigten, die hart arbeiten und dafür endlich angemessen entlohnt werden sollten.
Ein Blick in die Zukunft
Der Tarifvertrag für die Ernährungswirtschaft regelt die Arbeitsbedingungen für etwa 500.000 Beschäftigte in der deutschen Lebensmittelbranche. Die aktuellen Tarifverträge wurden zwischen NGG und GDE/BLL abgeschlossen und umfassen nicht nur die Bäckerei-, sondern auch die Fleisch-, Milch-, Süßwaren- und Getränkeindustrie. Solche Regelungen sind wichtig, denn sie bieten nicht nur einen Mindestlohn, sondern auch Ansprüche auf Urlaub, Sonderzahlungen und Schutzrechte, unabhängig von der Zugehörigkeit zu einem Arbeitgeberverband. Das bedeutet, dass die Rechte der Beschäftigten gestärkt werden und sie in Zukunft weniger um ihre Arbeitsbedingungen kämpfen müssen.
Ein weiterer Aspekt, der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die Tarifstruktur der kommenden Jahre. Ab dem 1. Januar 2025 gilt eine neue Tarifperiode bis zum 30. Juni 2026, in der die Beschäftigten mit einer Erhöhung des Mindestlohns auf 12,82 Euro pro Stunde rechnen können. Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld werden ebenfalls branchenspezifisch geregelt und können in der Zuckerindustrie auf 1.020 Euro steigen. Das alles zeigt, dass die Branche in Bewegung ist und es bessere Zeiten für die Beschäftigten anbrechen könnten.
Was bleibt, ist die Hoffnung, dass die Verhandlungen erfolgreich fortgeführt werden und weitere Unternehmen der Branche folgen. Die Beschäftigten haben es verdient, fair und gerecht entlohnt zu werden. Schließlich ist ihre Arbeit das Rückgrat unserer Lebensmittelversorgung. Ein Hoch auf die, die sich für ihre Rechte einsetzen!
