Faktenfilter für die junge Generation: Wie FOOD-FRAMES gegen Ernährungsmythen kämpft
Heute ist der 24.07.2026. Wenn man sich in der digitalen Welt umschaut, ist es kaum zu glauben, wie schnell sich Informationen – oder besser gesagt, Desinformationen – verbreiten können. Vor allem in sozialen Medien blühen Mythen über Ernährung und Gesundheit wie Unkraut im Garten. Besonders Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind hiervon stark betroffen. Sie sind oft nicht in der Lage, verlässliche Nachrichten von irreführenden Inhalten zu unterscheiden, was in einer Zeit, in der Social Media zur Hauptinformationsquelle wird, mehr als problematisch ist. Die Universität Bayreuth hat sich diesem Thema angenommen und forscht im Rahmen des europäischen Verbundprojekts FOOD-FRAMES, das auch von anderen namhaften Institutionen unterstützt wird.
Mit einer beeindruckenden Förderung von über 220.000 Euro vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) wird dieses Projekt mit insgesamt 2,6 Millionen Euro bis 2029 unterstützt. Das Ziel? Eine umfassende Untersuchung der Exposition junger Menschen in Europa gegenüber ernährungsbezogenen Falschinformationen und deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit sowie das Ernährungsverhalten. Die ersten Ergebnisse werden bereits im Januar 2024 erwartet. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Forschung in diesem Bereich entwickeln wird!
Die Projektinhalte im Detail
FOOD-FRAMES bringt ein ganzes Spektrum an Fachwissen zusammen: Psychologie, Ernährungswissenschaft, Public Health, Rechtswissenschaft, Ökonomie sowie Medien- und Politikforschung arbeiten Hand in Hand. An der Universität Bayreuth wird eine besondere Photovoice-Studie durchgeführt, in der junge Social-Media-Nutzer ihre digitale Ernährungsumgebung dokumentieren. Diese persönliche Herangehensweise ist nicht nur innovativ, sondern bietet auch einen tiefen Einblick in die tatsächlichen Erfahrungen der Nutzer.
Die Partnerinstitutionen, darunter die Universität Wageningen, University College Cork, Universität Wien, Universität Gent und viele mehr, setzen sich dafür ein, eine „Ernährungsinformationsumgebung“ zu gestalten, die gesunde und nachhaltige Ernährung in Europa fördert. Zu den Maßnahmen gehören politische Empfehlungen und rechtliche Rahmenbedingungen, die gegen irreführendes Marketing und Desinformation vorgehen sollen. Ein weiterer spannender Aspekt ist die Untersuchung der Marketingexposition für ungesunde Lebensmittel bei Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren. Da könnte man sich wirklich fragen, wie viel Einfluss Werbung auf das Essverhalten junger Menschen hat.
Die Herausforderung der Informationsflut
Es ist bedauerlich, dass die Verbreitung von evidenzbasierten Inhalten zu Ernährung und Gesundheit in sozialen Medien viele Vorteile hat, aber auch die Verbreitung von Fehl- und Desinformationen begünstigt. Es ist wie ein zweischneidiges Schwert. Während einige Influencer ihre Follower mit wertvollen Tipps versorgen, schießen andere mit fadenscheinigen Wundermitteln und Superfoods ins Blaue. Die Herausforderung, die richtige Information zu finden, wird immer größer, und das hat nicht nur Auswirkungen auf die Ernährung, sondern auch auf die psychische Gesundheit der Betroffenen.
Die Wissenschaftler im FOOD-FRAMES-Projekt arbeiten daher an einer systematischen Übersichtsarbeit und einer internationalen Delphi-Studie, um wirksame Gegenmaßnahmen zu identifizieren. Es bleibt abzuwarten, welche Strategien letztendlich entwickelt werden, um der Flut an Falschinformationen entgegenzuwirken und die junge Generation aufzuklären. Ehrlich gesagt, es wird Zeit, dass wir hier handeln und die digitalen Räume für gesunde Informationen öffnen!
