Der Mai ist endlich da und mit ihm die warmen Sonnenstrahlen, die unsere Gärten und Märkte zum Leben erwecken. Doch trotz der frühlingshaften Temperaturen, die uns zum Schlemmen einladen, gibt es einige Fallstricke beim Einkauf von Obst und Gemüse. Viele Sorten sollten im Mai besser nicht auf dem Einkaufszettel stehen, da sie häufig importiert sind und somit mehr CO2-Emissionen verursachen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche heimischen Produkte Sie stattdessen wählen sollten und warum es so wichtig ist, regional und saisonal einzukaufen.
Obst und Gemüse, die wir im Mai finden, sind oft noch nicht aus heimischem Anbau. So kommen Zwiebeln aus Chile, Trauben aus Indien und Melonen aus Costa Rica zu uns. Das bedeutet: Wir sollten uns lieber auf saisonale und regionale Produkte konzentrieren. Dazu zählen im Mai unter anderem Blumenkohl, Kohlrabi, Mangold, Rhabarber und Spargel. Diese Produkte sind nicht nur frischer, sondern auch günstiger, da sie in der Haupterntezeit oft erheblich im Preis fallen können.
Vorteile des saisonalen Einkaufens
Saisonal essen bedeutet, Obst und Gemüse zu konsumieren, wenn sie in der Region natürlich reifen und geerntet werden. Diese Art der Ernährung bietet zahlreiche Vorteile. Umweltbewusste Verbraucher können durch den Kauf saisonaler Produkte bis zu 90% weniger CO2-Emissionen im Vergleich zu importierter Ware verursachen. Auch der Wasserverbrauch ist dabei in der Regel geringer. Darüber hinaus sind saisonale Produkte oft frischer und enthalten mehr Vitamine, da sie nicht lange transportiert werden müssen und weniger Rückstände von Pestiziden und Düngemitteln aufweisen.
Ein weiterer Pluspunkt: Saisonales Gemüse ist während der Erntezeit bis zu 50% günstiger. So kosten Erdbeeren im Juli beispielsweise nur 6-10 Euro pro Kilogramm, während sie im Dezember bis zu 15 Euro kosten können. Wer also auf den Geschmack und das Portemonnaie achtet, kommt um saisonales Einkaufen nicht herum.
Nachhaltigkeit fördern
Die Umweltbilanz von regionalen und saisonalen Lebensmitteln ist nicht nur besser für unseren Planeten, sondern unterstützt auch die lokale Landwirtschaft. Der Kauf von regionalen Produkten stärkt die biologische Vielfalt und hilft, Transportwege zu verkürzen, was wiederum Treibhausgasemissionen reduziert. Viele Verbraucher wissen nicht, dass die CO2-Bilanz von 1 kg Tomaten aus deutschem Freilandanbau im Sommer gerade einmal 35 g beträgt, während die gleichen Tomaten im Winter aus dem Gewächshaus bis zu 9.300 g CO2 verursachen können.
Wer sich für eine nachhaltige Ernährung entscheidet, hat zudem die Möglichkeit, durch verschiedene Bezugsquellen wie Wochenmärkte, Hofläden oder sogar durch Crowdfarming, die Verpackungen und Kosten zu reduzieren. Diese Alternativen sind nicht nur umweltfreundlich, sondern bringen auch frische, qualitativ hochwertige Produkte direkt vom Erzeuger auf den Tisch.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Mai uns eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet, um gesund und nachhaltig zu leben. Indem wir uns auf regionale und saisonale Lebensmittel konzentrieren, tun wir nicht nur unserem Körper etwas Gutes, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung unserer Umwelt. Nutzen Sie Saisonkalender, Apps oder Wochenplanungen, um Ihren Einkauf zu optimieren und die Vorteile des saisonalen Essens voll auszuschöpfen. Denken Sie daran: Nachhaltige Ernährung ist nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit für die Zukunft unserer Erde.
Für weitere Informationen über die Bedeutung und Funktionen der Landwirtschaft in Deutschland sowie Tipps zur Unterstützung umweltgerechter Praktiken, besuchen Sie den UBA-Umweltatlas.