Heute ist der 7. Juni 2026, und es ist ein ganz besonderer Tag: der Welttag der Lebensmittelsicherheit. Ein Anlass, um über die Bedeutung sicherer und gesunder Lebensmittel nachzudenken. Lebensmittelsicherheit ist mehr als nur ein Schlagwort. Es geht um die Herkunft unserer Nahrung, um die Freiheit von schädlichen Bakterien und Chemikalien und natürlich um die Förderung einer ausgewogenen Ernährung. Gerade in Vietnam, wo der Konsum von verarbeiteten und ultraverarbeiteten Lebensmitteln rasant ansteigt, wird das Thema immer relevanter. Ein Blick auf die Regale in unseren Supermärkten zeigt deutlich: Fertiggerichte, Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke sind überall vertreten.
Was bedeutet das für unsere Gesundheit? Übermäßiger Konsum dieser Lebensmittel kann gravierende Folgen haben. Adipositas, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes – die Liste der möglichen Erkrankungen ist lang. Es ist erschreckend, wie viele Menschen regelmäßig hochverarbeitete Lebensmittel konsumieren, oft ohne sich der Risiken bewusst zu sein. Dr. Truong Tuyet Mai warnt beispielsweise vor dem hohen Salzkonsum in Vietnam, der im Durchschnitt bei 8,1 g pro Tag liegt – fast doppelt so hoch wie die von der WHO empfohlene Menge von 5 g. Übermäßiger Salzkonsum kann nicht nur Bluthochdruck verursachen, sondern auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle erhöhen.
Die Gefahren der Verarbeiteten Lebensmittel
Die Verbraucher sind gefordert, ihre Ernährungsgewohnheiten zu überdenken. Es wird empfohlen, verarbeitete Lebensmittel zu reduzieren und gesündere Alternativen zu wählen. Ein wichtiger Schritt ist das sorgfältige Lesen von Lebensmitteletiketten. Mindesthaltbarkeitsdatum, Zutaten und Nährwertangaben – all das sollte uns interessieren. Dr. Hoang Thi Duc Ngan rät, Produkte mit weniger als 120 mg Natrium pro Portion zu bevorzugen und Lebensmittel mit niedrigem Gehalt an gesättigten Fettsäuren, Transfetten und Zucker zu wählen. Ein Umfeld zu schaffen, das gesündere Entscheidungen unterstützt, ist ebenfalls von großer Bedeutung, besonders wenn es um die Vermarktung ungesunder Lebensmittel an Kinder geht.
Eine umfassende Studie zu hochverarbeiteten Lebensmitteln hat ergeben, dass der Zusammenhang zwischen deren Konsum und Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck nicht zu leugnen ist. Die NOVA-Klassifikation unterscheidet Lebensmittel nach ihrem Verarbeitungsgrad und zeigt, dass vor allem süße Getränke, hochverarbeitetes Fleisch und Fertiggerichte die Hauptverursacher für Gesundheitsrisiken sind. Interessanterweise zeigen Studien, dass der Verzehr von Vollkornprodukten und pflanzlichen Alternativen mit einem geringeren Erkrankungs- und Sterberisiko assoziiert ist. Der Austausch tierischer Produkte durch pflanzliche Alternativen kann sogar Vorteile bringen. Aber nicht alle hochverarbeiteten Lebensmittel sind gesundheitsschädlich; einige können sogar positive Effekte haben – das ist ein interessanter Aspekt, den man nicht außer Acht lassen sollte.
Die Schattenseite der Bequemlichkeit
Es ist ein Dilemma. Hochverarbeitete Lebensmittel sind praktisch, lange haltbar und oft auch günstig. Sie enthalten viele Zusatzstoffe, Kalorien, Salz und Zucker, dafür aber wenig Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Die WHO hat mittlerweile klargestellt, dass ein hoher Konsum dieser Produkte im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen wie Magen-Darm-Erkrankungen, Demenz, Depressionen, Krebs und Adipositas steht. Das ist schon ziemlich alarmierend! Zudem können Schadstoffe aus Verpackungen, wie Phthalate und Bisphenole, auf unsere Lebensmittel übergehen. Und die hohe Aufnahme von Zusatzstoffen kann Entzündungen im Körper fördern – ein weiteres Risiko, das wir nicht ignorieren sollten.
Am Ende des Tages bleibt die Frage: Wie können wir eine gesunde Ernährung sicherstellen? Die FAO empfiehlt, den Verzehr von hochverarbeiteten Lebensmitteln zu begrenzen und sich auf frische, natürliche Produkte zu konzentrieren. Eine überwiegend pflanzliche Ernährung hat viele gesundheitliche Vorteile. Aber, und das ist wichtig, vegan bedeutet nicht automatisch gesund. Auch hier gilt es, den Konsum von industriellen Ersatzprodukten zu begrenzen. Jeder von uns hat die Möglichkeit, bewusste Entscheidungen zu treffen. Lasst uns die Verantwortung für unsere Gesundheit übernehmen – für uns und die kommenden Generationen!