Heute ist der 19.05.2026. Wenn wir über Gesundheit reden, kommen wir nicht umhin, über die „5 am Tag“-Empfehlung zu sprechen. Diese simple, aber effektive Richtlinie zielt darauf ab, den Obst- und Gemüseverzehr in der Bevölkerung zu steigern, um die Gesundheit zu fördern und Krankheiten vorzubeugen. Die Ursprünge dieser Initiative reichen bis in die 90er Jahre zurück – eine Zeit, in der das National Cancer Institute in den USA die Kampagne „5 A Day – For a better Health“ ins Leben rief. Diese Idee fand schnell auch in Deutschland Fuß. Im Jahr 2000 gründeten die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) die Initiative, um die Bevölkerung über den Nutzen von Obst und Gemüse aufzuklären.

Ein Verein, der „5 am Tag e. V.“, wurde ins Leben gerufen, um Informationsmaterialien zu erstellen und Projekte zu unterstützen, insbesondere in Schulen und Kindergärten. Das ist wichtig, denn viele von uns, ob groß oder klein, sollten die Vorteile einer pflanzenreichen Ernährung kennenlernen. Ein einfaches Maß für eine Portion Obst oder Gemüse ist die Menge, die in eine Hand passt – eine Art kleine Faustregel für den Alltag. Die ursprüngliche Empfehlung sah drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst pro Tag vor. Aber, und das ist entscheidend, die DGE hat 2024 die Richtlinien aktualisiert. Sie empfehlen nun weiterhin mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag, allerdings ohne eine spezifische Unterteilung zwischen Obst und Gemüse.

Die neue DGE-Empfehlung

Aktuell empfiehlt die DGE, 550 Gramm Obst und Gemüse täglich zu konsumieren – das ist schon eine ordentliche Menge! Darüber hinaus sind auch 200 Gramm Säfte pro Woche, 125 Gramm Hülsenfrüchte pro Woche und 25 Gramm Nüsse und Samen pro Tag in den Empfehlungen enthalten. Ein Blick auf den Ernährungsbericht der DGE aus dem Jahr 2020 zeigt jedoch, dass viele von uns noch weit von diesen Zielen entfernt sind. Frauen essen im Durchschnitt 3,1 und Männer 2,4 Portionen pro Tag. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung – 15 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Männer – schafft es, die empfohlenen fünf Portionen zu erreichen. Das ist schon ein wenig ernüchternd, oder?

Die WHO geht sogar noch weiter und empfiehlt, mehr als 400 Gramm Obst und Gemüse pro Tag zu konsumieren. Ihre Schwerpunkte liegen dabei auf der Krebsrisiko-Reduzierung und der allgemeinen Steigerung des Verzehrs. Das klingt erst einmal nach viel, aber die gesundheitlichen Vorteile sind es wert! Eine Studie aus England hat gezeigt, dass der Verzehr von sieben oder mehr Portionen Gemüse mit einem um 42 Prozent niedrigeren Sterberisiko verbunden ist. Da kann man schon ins Grübeln kommen, warum wir nicht mehr darauf achten, was wir essen.

Die Vorteile einer pflanzenreichen Ernährung

Eine pflanzenreiche Ernährung bietet nicht nur gesundheitliche Vorteile, sie kann auch Krankheiten wie Schlaganfall, Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes und sogar bestimmte Krebsarten vorbeugen. Und das ist kein leeres Geschwätz! Der 14. DGE-Ernährungsbericht hat 20 Meta-Studien analysiert und tatsächlich einen klaren Zusammenhang zwischen hohem Obst- und Gemüseverzehr und einer geringeren Wahrscheinlichkeit für diese Erkrankungen gefunden. Jede Frucht hat ihre eigene, einzigartige Nährstoffmischung, die in keiner Pille zu finden ist. Das zeigt, wie wichtig es ist, frisch zu essen.

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Natürlich sind frisches Obst und Gemüse die beste Wahl, aber auch Tiefkühlprodukte, Konserven oder Trockenfrüchte können eine gute Alternative sein. Das sollten wir nicht vergessen, wenn es mal schnell gehen muss. Eine Einheit Obst oder Gemüse entspricht etwa einer Handvoll. Zum Beispiel: Ein Apfel, zwei Handvoll gehacktes Gemüse oder ein Glas Fruchtsaft. Einfach und praktisch!

Die „5 am Tag“-Richtlinie ist also nicht nur ein netter Slogan, sondern ein echter Aufruf, unsere Ernährung zu verbessern. Egal, ob du ein Gemüsefan oder Obstliebhaber bist, die Möglichkeiten sind schier endlos. Man muss nur anfangen, die bunten Farben auf den Teller zu bringen und die positiven Effekte auf die Gesundheit zu genießen.